Grundidee

Aktuelle Entwicklungen


Über kaum ein Thema wird an Universitäten und anderen Hochschulen seit einigen Jahren so intensiv diskutiert, wie über die Zweckmäßigkeit und Angemessenheit von Studiengebühren. Während viele Universitäten in Studiengebühren die einzige Möglichkeit sehen, in Zeiten zunehmend schlechter finanzieller Ausstattung der Hochschulen in die Lage zu sein, substanzielle Verbesserungen in der Lehre erreichen zu können, bezweifeln viele Studierende und Teile der Öffentlichkeit, dass die Mittel tatsächlich zur Verbesserung der Lehre eingesetzt werden bzw. zu einer bemerkbaren Verbesserung der Lehre beitragen.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht somit die zielgerichtete Verwendung von Studiengebühren. Die Verwendung von Studiengebühren ist dabei zum einen ein objektiver Tatbestand: So stellt sich die Frage, wie Universitäten die ihnen durch die Studiengebühren zufallenden zusätzlichen Mittel tatsächlich verwenden, ob also beispielsweise die Mittel zur Verbesserung von Labor-Arbeitsplätzen, für die Ausstattung von Bibliotheken oder für die Einstellung von Mitarbeitern zur Verbesserung der Studierendenbetreuung eingesetzt werden.

Darüber hinaus ist bei der Verwendung von Studiengebühren aber auch die Wahrnehmung der Gebührenzahler, also der Studierenden, und somit die subjektive Komponente von Bedeutung. Für Universitäten ist es so auch entscheidend, dass aktuelle und potenzielle Studierende mit der Verwendung der Studiengebühren zufrieden sind. Nur wenn es den Hochschulen gelingt, ihre Gebührenzahler zufriedenzustellen, wird dies das partnerschaftliche Miteinander an den Hochschulen fördern und sich positiv auf die Attraktivität der Hochschule bei potenziellen Studierenden auswirken.

Da die Zufriedenheit mit der Verwendung von Studiengebühren neben objektiven Verwendungskriterien auch von Kriterien wie „Erwartungen“, „Transparenz“ oder „Kommunikation“ abhängt, kann die Zufriedenheit von Hochschule zu Hochschule, von Student zu Student variieren. Die Zufriedenheit bedarf daher einer kontinuierlichen Überprüfung und Messung. Diese Aufgabe steht im Mittelpunkt des Gebührenkompasses, der einen Zufriedenheitsindex für die Verwendung von Studiengebühren darstellt. Dieser wird jedes Jahr im Mai/Juni auf Basis persönlicher Interviews bei Studierenden an gebührenerhebenden Universitäten erstellt.